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Interview mit BescheuAt: Auf Plateau-Schuhen die Bühne zurückerobern

Lena Gibbels 17. Januar 2018 14:16

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    Keine Sorge! Moritz (v.o.), Merlin und Sven geht’s gut, auch wenn sie gerade nicht so aussehen. Sie machen als Punkband BescheuAt eben ab und zu ein Späßchen.

Sie sind wieder da. Mit Plateau-Schuhen und dem „Ernst“ des Lebens feiert die Band BescheuAt aus Datteln und Recklinghausen ihre Wiedervereinigung nach einem Jahr Pause. Die drei Jungs Sven Schoop (Gitarre), Moritz Krumm (Drums) und Merlin Schmitz (Vocals) bringen den Punkrock zurück ins Vest. Scenario hat sich mit Moritz und Merlin unterhalten.

Scenario: BescheuAt ist zurück! Aber mal für die Neulinge unter uns: Wer seid Ihr überhaupt?
BescheuAt:
Wir sind aufgewachsen zwischen Kanal und Hansapils und machen Punkrock. Und manchmal trinken wir alle drei die Milch direkt aus dem Tetrapack.

Scenario: Genau, Ihr seid doch eigentlich zu dritt! Wo ist Sven heute?
BescheuAt:
Ihr kennt ja sicher die Geschichte: drei kleine Jägermeister fuhren gerne schnell, zwei fuhren nach Düsseldorf, einer fuhr nach Köln (Anm. d. Red.: Songzitat von Die Toten Hosen). Tja, der Sven ist statt nach Köln ein Jahr nach Kanada gegangen. Aber zum Konzert haben wir ihn ja wieder.

Scenario: So habt Ihr Euch also zerstreut. Moritz hat es vergangenes Jahr nach Berlin gezogen – was bringt Dich jetzt nach Datteln zurück?
BescheuAt:
Na, Datteln hat den größten Kanalknotenpunkt Europas. Von so was Tollem kann ich mich einfach nicht verabschieden…  nein, es stand eigentlich nie zur Frage, dass es BescheuAt irgendwann nicht mehr gibt. Wir haben ja eine Sommerpause angekündigt. Daraus wurde halt ein ganzes Jahr Pause – aber jetzt sind wir wieder da.

Scenario: Und das leitet Ihr am kommenden Samstag mit einem Liveauftritt im Waltrop ein?
Am Samstag findet das Reunion-Konzert statt
BescheuAt:
Genau, dieses Wochenende ist unser Reunion-Konzert. Wir haben uns musikalisch und stilistisch in dem Jahr weiterentwickelt und man hört das Jahr Lebenserfahrung auch raus. Das haben wir unter anderem geschafft, indem wir ein Jahr vollständige Abstinenz praktiziert haben.

Scenario: Was kann man vom Konzert erwarten?
BescheuAt:
Das wird super: Wir werden Plateau-Schuhe anziehen, um ganz groß rauszukommen. Es gibt Catering, es gibt Merchandise, es gibt tiefgründige Texte wie „Wir sind zu breit für ernste Texte“ oder „Ich hab den Bumms hier gekauft“. Diese Zeile fasst uns einfach zusammen – es ist die Art, seltsam auszudrücken, dass man einen auf dicke Hose macht.

Scenario: Diesem Motto verleiht Ihr mit Euren Bühnenauftritten auch immer ordentlich Nachdruck. Worauf freut Ihr Euch während des Konzertes am meisten?
BescheuAt:
Wir freuen uns eigentlich am meisten darauf, die Jungs von Breakfast Pie noch einmal richtig zu unterstützen. Die sind echt super, und es ist deren letztes Konzert.

Scenario: Ach? Wirklich so selbstlos?
BescheuAt:
Nein. Wir drei vermissen das Zusammensein schon am meisten. Gemeinsam zu proben und Musik zu machen. Wir kommen, um Spaß zu haben und geile Mucke zu bringen. Das macht eine Band doch aus.
 

Konzert mit Breakfast Pie und BescheuAt
20. Januar, 20 Uhr
Blue Inn, Waltrop
Eintritt: 3 Euro

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