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Karnevalskostüme im Test: Wie gut flirtet es sich als Erdbeere?

Ellen Jost und Annika Mittelbach 22. Februar 2017 16:49

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    Knutsch: Ellen liebt ihr Erdbeerkostüm.

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    Als Indianerin fühlte sich Ellen richtig wohl.

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    Hoher Flirtfaktor als Kleopatra, leider ist das Outfit aber ungeeignet bei Schmuddelwetter.

Feier Man kann sie mögen oder nicht, die fünfte Jahreszeit, die Jecken, die Kamelle, Kölner und Düsseldorfer – doch entkommen kann man ihnen in den nächsten Tagen nicht. Dann lieber mitfeiern als schmollen. Ellen hat drei Karnevalskostüme für Euch getestet.

Kleopatra: Um sich wie die ägyptische Königin, mächtig, klug und wunderschön, zu verkleiden, braucht man viel Disziplin. Das Schminken allein kostet viel Zeit. Man muss darauf achten, dass das Kleid und der Halsschmuck richtig sitzen. Mit den Armstulpen aus gold-schillerndem Netzstoff bleibt man oft hängen. Der Wohlfühlfaktor ist hier so gar nicht gegeben und leider kommt der Spaß auch zu kurz. Schließlich ist man nur damit beschäftigt, dass das Kostüm richtig sitzt. Das Feiern bleibt dabei leider ein bisschen auf der Strecke.
Der Flirtfaktor hingegen ist als ägyptische Pharaonin sehr hoch. Nicht nur, weil Kleopatra zu Lebzeiten allein durch ihre Schönheit mächtige Männer wie Julius Cäsar verführen konnte. Durch ein wirkungsvolles Augen-Make-up mit dickem Lidstrich und den dazu goldgeschminkten Lippen ist es leicht, männliche Jecken um den Finger zu wickeln. Richtig warm ist das Kostüm allerdings nicht, also haltet Euch lieber von Umzügen im Kalten fern, sonst werdet Ihr noch krank.

Spaßfaktor? Hoch!

Erdbeere: Lecker, süß und knallrot – so muss eine Erdbeere sein. Ein Highlight in jedem Obstsalat und ganz sicher auch ein Highlight auf jedem Karnevals-Umzug und jeder Kostümparty!
Wenn Ihr Lust habt, komplett in Eurer Rolle als Früchtchen aufzugehen, könnt Ihr Euch auch rote Schminke fürs Gesicht und für die Arme holen.
Echt bequem ist das rote Kleid mit den schwarzen Punkten, die die Erdbeernüsschen darstellen sollen. Beim Wohlfühlfaktor liegt das Kostüm ganz vorne. Der weiche und vor allem leichte Stoff fühlt sich toll auf der Haut an. Durch die raffinierte Form des Ballonkleides kann man das eine oder andere Kilo auf den Hüften verstecken. Perfekt eignet sich das Kostüm für den Rosenmontagsumzug. Mit einem warmen, offen getragenen Mantel über der Frucht friert man im Plüschkostüm draußen definitiv nicht. Der Spaßfaktor ist auch ziemlich hoch. Ohne großen Aufwand ist man innerhalb von ein paar Minuten komplett kostümiert. Beim Flirtfaktor ist die Erdbeere vielleicht nicht die beste Wahl. Trotzdem wird man hier und da Sprüche wie: „Einfach zum Anbeißen“ oder „Du süßes Früchten“ hören…

Indianerin: Bunte Federn, Indianerschmuck, geflochtene Zöpfe und ein schlichtes Kleid – schon ist das Kostüm für die amerikanische Ureinwohnerin fertig.
Der Wohlfühlfaktor ist hoch. Das Kleid aus Wildleder sitzt eng, anschmiegsam am Körper – wie eine zweite Haut. Nichts zwickt. Die bequemen Mokassins mit Fransen und ohne hohen Absatz lassen ein stundenlanges Tanzen zu. Und auch der Kopfschmuck ist im wahrsten Sinne des Wortes federleicht. Zudem kommt der Spaßfaktor beim Indianerkostüm nicht zu kurz. Im Kleid ist es nicht zu warm, Ihr könnt Euch so bewegen, wie Ihr wollt.
Eine spaßige Polonaise oder das Hüpfen zu Liedern wie „Echte Fründe“ stellt kein Problem dar. Flirten funktioniert als Indianerin auch sehr gut. Der exotische Look und der große Kopfschmuck locken die Männer an.

Wir hoffen, dass wir Euch auf ein paar Verkleidungs-Ideen gebracht haben! Helau!

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