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What to do in...: Porto?!

Ines Kirchner 07. September 2018 11:15

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    Vom Torre de Clerigos aus bekommen Besucher einen hervorragenden Blick auf Porto.

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    Ein pittoresker Bahnhof...

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    ein traumhafter Atlantik...

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    ein hervorragendes Essen...

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    ein toller Ausblick...

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    ... und eine glückliche Ines, die die portugiesische Stadt bei Nacht genießt. Einen Trip nach Porto kann sie nur empfehlen.

Porto gilt als beliebtes Reiseziel für ein verlängertes Wochenende und das nicht ohne Grund: die 240.000 Einwohner-Stadt im Norden Portugals ist interessant genug für zwei bis drei Tage Sightseeing, hat kulinarisch weitaus mehr als „nur“ Portwein zu bieten und liegt gleichzeitig am Meer für eine entspannte Auszeit. Im Vergleich zu Portugals Hauptstadt Lissabon fühlt sich Porto deutlich kleinstädtischer und gemütlicher an, hat aber dennoch ein paar hippe Bars und Cafés zu bieten. Ihr seid durchaus nicht abgeneigt, Porto mal einen Besuch abzustatten? Dann findet Ihr in diesem Guide nützliche Tipps zu Organisatorischem, Aktivitäten, Food und vielem mehr.

Anreise, Unterkunft, ÖPNV und praktische Reisehinweise
Porto wird von Billigfluglinien wie Ryanair angeflogen, sodass es ganzjährig gute Schnäppchen gibt, um günstig hinzukommen.

Landet Ihr am Porto-Flughafen, so lässt sich die Innenstadt ganz entspannt mit der Metrolinie E erreichen. Am Bahnhof Trindade könnt Ihr Eure Koffer deponieren, sollte Eure Unterkunft erst später beziehbar sein. Für die Koffer-Schließfächer wird allerdings Kleingeld benötigt, also lieber schon im Vorfeld etwas dafür zurückhalten – ist ja auch bei der Rückfahrt ganz praktisch.

Übernachtet haben wir in einem der semi-professionell betriebenen Airbnbs von „Helena Team“ – generell fiel uns auf, dass man in Porto noch deutlich günstiger und schöner unterkommen kann als in Lissabon.
Ein ÖPNV-Komplettticket für Eure Zeit werdet Ihr nicht benötigen, es lässt sich so gut wie alles fußläufig erreichen.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Porto
Porto ist bekannt für seine barocke Architektur. Der Großteil der Sehenswürdigkeiten findet sich in der hügeligen, verwinkelten Altstadt. Das hat zur Folge, dass Ihr Euch abends erst gar nicht dorthin zu verirren braucht – dann ist da wirklich gar nichts los. Tagsüber könnt Ihr aber von einer Kirche zur nächsten spazieren.
Wir sind in der Rua de Santa Catarina gestartet, der Shoppingstraße von Porto.

Dort findet sich auch das bekannte Café Majestic, das ganz hübsch anzusehen ist, aber aufgrund des Hypes unverhältnismäßig hohe Preise fordert und nur mit Wartezeit zu besuchen ist. Wir sind lieber zur Fábrica da Nata und haben uns mit der Landesspezialität Pastel de Nata eingedeckt.

Selbst McDonald’s sieht hier elegant aus

Weiter ging’s zur Avenida dos Aliados, der Prachtstraße von Porto, in der sogar McDonald’s elegant aussieht. Am Fuße der Straße findet sich der Bahnhof Porto São Bento, bei dem man gar nicht glauben kann, dass dieses hübsche Gebäude mit seinen malerischen Fliesen wirklich nur ein Bahnhof und kein Museum ist.
Es folgt die Rua das Flores, eine der touristischen Hauptstraßen in der Nähe von zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Für diesen Teil des Spaziergangs holt Ihr Euch am besten die offizielle Touristen-Stadtkarte von Visit Porto, mit ihr findet man sich besser zurecht als mit Google Maps und es lassen sich den Gebäuden leichter Namen zuordnen. Hervorzuheben sind zum Beispiel die Kirchen Igreja da Misericórdia und Igreja dos Congregados, der Aussichtsturm Torre Clérigos und der Aussichtspunkt Mirador.

Am Fuße des Douro-Flusses liegt die malerische Promenade von Ribeira, die in der Hauptsaison allerdings ziemlich überfüllt ist.

Etwas außerhalb der Innenstadt finden sich die Gärten Jardins do Palácio de Cristal für eine Pause im Grünen. Harry-Potter-Fans müssen in den Buchladen Livraria Lello – und sich auf lange Schlangen sowie Eintrittsgeld gefasst machen. Weinverkostungen gibt es vor allen Dingen in Vila Nova de Gaia, der Stadt an der anderen Seite des Douros.

Wer an den Atlantik möchte – und wer will das nicht? – fährt mit Leihfahrrädern oder der historischen Straßenbahnlinie 1 zur Endstation Passeio Alegre. Dort seid Ihr direkt am Meer und es gibt richtig gutes Eis von Cremosi, um Euch den Strandspaziergang zu versüßen. Wir sind die komplette Strandpromenade bis nach Matosinhos Sul abgelaufen.

Das hatte den Vorteil, dass wir uns abseits der touristischen Gefilde bewegten, allerdings gingen dafür einige Kilometer drauf, sodass wir abends mit extrem müden Füßen ins Bett gefallen sind.
 
Apropos: Ein Besuch der bekannten Brücke Ponte Luís I zum Sonnenuntergang ist Pflicht. Von der Gartenanlage Jardim do Morro hat man einen super Blick auf Portos Altstadt. Danach geht’s in eine der zahlreichen Bars rund um die Straßen Rua das Oliveiras und Rua de José Falcão.
 
Essenstipps für Porto
 Im Zenith Café lässt sich prima frühstücken – ob Pancakes, Rührei oder Smoothie Bowl. Da das Essen nicht nur lecker ist, sondern auch ganz fabelhaft aussieht, ist das Café allerdings ein bekannter „Instagram Spot“, sodass man sich auf Wartezeiten einstellen muss. Wir kamen knapp zwanzig Minuten vor Ladenöffnung an und waren so noch in der ersten Gruppe, die reindurfte – eine gute Entscheidung, denn später mussten Besucher deutlich länger warten.
 
Eine Möglichkeit für gutes Frühstück ohne Wartezeit ist Mesa 325, dort gibt’s schmackhafte Panini, Sandwiches, Muffins und Co.
 
Für den Hunger zwischendurch könnt Ihr zu Duas de Letra, Brick Clérigos oder A Sandeira gehen, wo Euch eine Auswahl von Sandwiches, Salaten und Suppen erwarten.
 
Abends wird’s Zeit, ein paar Spezialitäten aus Porto zu testen. Im etwas versteckt gelegenen Escondidinho do Barredo werden Fisch und weitere lokale Gerichte serviert. Bei Santiago F soll es die besten Francesinhas geben. Francesinha bezeichnet ein Toastbrot mit der geballten Ladung Fleisch: Mortadella, Kochschinken, Linguiça (ähnlich Chorizo) und Beefsteak. Darüber kommen geschmolzener Käse, ggf. Ei sowie eine dickflüssige Sauce aus Tomaten, Bier und Senf. Als Beilage werden Pommes serviert. Ich fand’s ehrlich gesagt abartig, aber vermutlich muss man es mal probiert haben, wenn man in Porto weilt. Deutlich besser haben mir die Brötchen mit Schweinshaxe von Casa Guedes geschmeckt, einem Snackladen mit Kneipenatmosphäre. Natürlich muss sowohl bei Santiago F als auch bei Casa Guedes mit Wartezeiten gerechnet werden. Kennt Ihr ja schon vom Frühstück...

 

 

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