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Hinrunden-Gewinner Burgstaller: Treffer mitten in die Herzen der Schalke-Fans

Frank Leszinski 26. Dezember 2017 19:39

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    Guido Burgstaller (M.) ist auf dem besten Weg, ein Schalker Kultstürmer zu werden.

Gelsenkirchen Bis zum 1. Januar dürfen die Profis des FC Schalke Urlaub machen. Im Trainingslager im spanischen Benidorm (bis 7. Januar) will Trainer Domenico Tedesco seinen Kader dann weiter verbessern. Wir nennen drei Gewinner und Verlierer nach der Bundesliga-Hinrunde, die Schalke auf Platz zwei beendete.

Die Gewinner

Naldo: Der Abwehrchef ist der einzige Schalker Feldspieler, der keine einzige Pflichtspielminute in der Bundesliga versäumte. Allein diese Statistik verdeutlicht den Stellenwert, den der 35-Jährige im Kader und bei Trainer Tedesco genießt. Manager Heidel reagierte auf die starken Leistungen des Defensivspezialisten und verlängerte dessen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2019. Bei 20 Pflichtspieleinsätzen hätte sich Naldos Vertrag wegen einer Klausel ohnehin verlängert, doch Heidel wollte mit seiner Entscheidung offenbar dem Brasilianer deutlich machen, wie sehr er geschätzt wird. „Naldo überzeugt durch Leistung auf dem Platz und lebt die Werte unseres Vereins aktiv vor“, lobte der Schalker Manager.
Guido Burgstaller: 20 Tore in 44 Pflichtspielen für die Königsblauen – das ist eine starke Bilanz für einen Stürmer, der vor einem Jahr noch in der Zweiten Liga für den 1. FC Nürnberg kickte. Wie der österreichische Nationalspieler Fußball arbeitet, das kommt auf Schalke super an. Beim Pokalspiel gegen den 1. FC Köln wurde der 28-Jährige mit Sprechchören von den Fans gefeiert. Burgstaller ist auf dem besten Weg zum neuen Schalker Kultstürmer.
Max Meyer: Der Mittelfeldspieler verbringt seinen Urlaub in Dubai. Im Wüstenstaat wird der Nationalspieler zufrieden auf die letzten Monate zurückblicken. Seine neue Rolle im defensiven Mittelfeld hat er in den vergangenen Wochen so vorbildlich ausgefüllt, dass sich der 22-Jährige seinen Stammplatz zurückerobert hat. „Ich wusste, dass ich hart an mir arbeiten muss, das habe ich getan“, sagte Meyer nach dem Pokalerfolg gegen Köln. Er schob im Training Zusatzschichten. Seitdem wirkt der gebürtige Oberhausener noch austrainierter und traf gegen Köln sogar per Kopf.

Die Verlierer

Donis Avdijaj: Für den 21-Jährigen ging seit der Saisonvorbereitung fast alles schief. Der Offensivspieler bekam von Trainer Tedesco schon vor dem Sommertrainingslager im österreichischen Mittersill mitgeteilt, dass nicht mehr mit ihm geplant würde. Nachdem der Stürmer zu spät zu einem Termin erschien, darf er nicht mal mehr bei den Profis mittrainieren und hält sich im Schalker Oberligateam fit. In der Winterpause wird Avdijaj den nächsten Versuch unternehmen, den Klub zu verlassen. Einen weiteren Comebackversuch bei den Königsblauen wird es nicht mehr geben.
Coke: Erst setzte ihn eine Kreuzbandverletzung außer Gefecht, dann spielte er in der taktischen Grundausrichtung von Trainer Tedesco keine Rolle: Coke hatte sich die anderthalb Jahre auf Schalke sicher ganz anders vorgestellt. Jetzt will er Spielpraxis bei UD Levante sammeln. Ob er noch einmal nach Schalke zurückkehrt, wo sein Vertrag bis zum 30. Juni 2019 läuft, ist fraglich.
Nabil Bentaleb: Schon vor seiner Schambeinverletzung war er von einem Stammplatz ziemlich weit entfernt. Tedesco ärgerte sich oft über leichtsinnige Fehler des Hochbegabten, der vieles mitbringt, um sich auf Schalke durchzusetzen. Der Algerier wird hart an sich arbeiten müssen, was Durchsetzungsvermögen und Körpersprache betrifft.

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