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Transfer: Perchtold machte sich für Serdar stark

Frank Leszinski 23. Mai 2018 05:05

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    Der Noch-Mainzer Suat Serdar (vorn) im Zweikampf mit Schalkes Weston McKennie. Der U21-Nationalspieler wechselt nun selbst zu Schalke. Foto: Arne Dedert/Archiv

GELSENKIRCHEN Als der FC Schalke 04 die Verpflichtung von Suat Serdar von Mainz 05 bekannt gab, löste dieser Transfer bei einigen Medienvertretern Erstaunen aus. Denn der langjährige Mainzer und jetzige Schalke-Sportvorstand Christian Heidel hatte immer betont, dass er keine Entscheidung mittragen werde, die seinem Stammklub schaden würde.

Verstieß Heidel also gegen seine Prinzipien? Diese Sichtweise wäre zu einfach. Denn Serdar hätte Mainz sowieso verlassen. Dank einer Ausstiegsklausel (10,5 Millionen Euro) war der U 21-Nationalspieler auf dem Transfermarkt ein begehrtes Objekt der Begierde. Es gab mehrere Anfragen für den Mittelfeldspieler, darunter auch aus Hoffenheim. Heidel: „Wenn er nicht zu Schalke 04 gewechselt wäre, hätte er sich noch unter zwei, drei anderen Möglichkeiten entscheiden können.”

Der Schalker Sportvorstand kannte zwar die Qualitäten von Serdar, denn er stattete ihn zu Mainzer Zeiten im August 2015 mit seinem ersten Profi-Vertrag aus, doch die treibenden Kräfte bei diesem Transfer waren zwei andere Personen. Zum einen Trainer Domenico Tedesco, der Serdar unbedingt in seinem Kader haben wollte. „Er ist ein sehr talentierter Spieler, der seine Qualitäten in der Bundesliga schon unter Beweis gestellt hat – und der aus unserer Sicht trotzdem noch über viel Entwicklungspotential verfügt,“ betonte der 32-Jährige.

Und fast noch größer war das interne Empfehlungsschreiben für den Mainzer von Peter Perchtold. Der Co-Trainer von Domenico Tedesco hatte Serdar in Mainz noch persönlich trainiert und äußerte sich überzeugt davon, dass der Mittelfeldspieler das Potenzial besitze, um auf Schalke sportlich den nächsten Schritt in seiner Karriere zu tun.

Für den Mittelfeldspieler waren noch andere Faktoren ausschlaggebend, um nach Gelsenkirchen zu wechseln. Neben den „guten Gesprächen mit den Schalker Verantwortlichen“ führte der 21-Jährige auch die Arena („Das schönste Stadion in Deutschland“) und die Schalker Fans („überragend“) als Gründe für den Vereinswechsel an.

Während Serdar jetzt Urlaub genießt, geht die Saison für einige Schalker Nationalspieler auch ohne WM-Teilnahme noch weiter. So stehen Alessandro Schöpf und Guido Burgstaller im Kader der österreichischen Nationalmannschaft für die Länderspiele gegen Russland, Brasilien und Deutschland. Trainer Franco Foda berief für die drei Partien insgesamt 27 Spieler.

 

Der Schalke-Tag mit der Vorstellung des neuen Kaders und einem attraktiven Rahmenprogramm findet am 12. August in und um die Veltins-Arena statt.

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