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Grabstein von totem Mädchen in Haltern gestohlen: "Warum macht jemand so etwas?"

16. April 2018 05:56

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Haltern Als Michael M.* am Mittwochabend von seiner Schwester angerufen wird, ist er fassungslos. Unbekannte haben den Grabstein seiner acht Monate alten Nichte Svenja von ihrem Grab gestohlen.

Irgendwann zwischen dem 4. und 11. April muss es passiert sein. Als Michael M.*s Schwester am vergangenen Mittwochabend das Grab ihrer Tochter auf dem katholischen Friedhof am Lippspieker besucht, fehlt der etwa 50 mal 50 Zentimeter große Granitstein von Svenja. "Ich war gerade beim Fußball, als mich meine Schwester anrief", schildert Michael M. den Moment. Er fährt sofort zum katholischen Friedhof am Lippspieker.

Fußabdrücke auf dem Grab

Mit knapp acht Monaten ist Svenja am 15. Januar 2017 gestorben. Da, wo sonst der massive Grabstein an Svenja erinnert, ist nun nur noch ein Loch. Über das Grab haben sich nach dem Fund Fußabdrücke gezogen, erinnert sich Michael M..

"Ich bin erschrocken und ärgerlich", sagt Michael M. "Warum macht jemand so etwas?" Michael M. und seine Schwester haben nach dieser Entdeckung Anzeige bei der Polizei gestellt.

"Was häufiger vorkommt, ist, dass Bronzelampen gestohlen werden", sagt Ramona Hörst, Pressesprecherin der Polizei Recklinghausen. "Aber dass ganze Granitsteine gestohlen werden, ist eher selten."

Die Polizei ermittlet nun zunächst wegen Diebstahls

Nach ersten Erkenntnissen ermittelt die Polizei zunächst wegen Diebstahls. Der kann mit einer Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden, sagt Ramona Hörst. Sollten die Ermittlungen ergeben, dass die Störung der Totenruhe bei der Tat im Vordergrund stand, kann das mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden.

Am Dienstag (17. April) meldete sich der mutmaßliche Dieb bei unserer Zeitung:

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